Karwar, 14. August 2001

 

Namaste,

 

ist Hindi und wohl eine Begrüßung, habe ich gelesen!!!! Wirklich verstehen kann ich die Inder nicht, selbst wenn sie Englisch reden! Ich bin mir auch nicht sicher welche Sprache hier gesprochen wird, es gibt halt in jeder Region ndiens eine eigene Sprache (vielleicht wie ostfriesisch, bayrisch und sächsich...). Für mich hört sich die Sprache an, als ob die Leute gurgeln, hihi, anders kann ich das nicht beschreiben, jedenfalls kann ich keine „Sprache“ erkennen, eher Laute! Viel zu berichten habe ich, wie das zu erwarten war, natürlich nicht. Ich bin ja schliesslich den ganzen Tag mehr oder weniger alleine im Camp. Ausser den indischen „boys“ kriege ich hier ja nicht wirklich viel zu Gesicht.

Nein, ganz stimmt das ja auch nicht. Momentan sind noch 2 weitere Frauen im Camp, Charmaine, Inderin, verheiratet mit einem Deutschen, und das witzigste ist, sie waren 4 ½ Jahre in Athen, und wir haben uns nie kennengelernt, tststs.....und dann ist da noch Germa (ich glaube das der Name so geschrieben wird), sie ist Philippinin, verheiratet mit einem Isländer. Beide sind Anfang 30, haben beide einen Sohn von 3 Jahren und scheinen nett zu sein. Das zu den „Nachbarn“:

Hier nun mal eine typische Begebenheit im Camp. Wir bekommen hier Wasser in großen Spendern, so wie man das aus amerikanischen Spielfilmen kennt, eine große Flasche in einem Ständer, Kopf nach unten mit einer Art Zapfvorrichtung. Man sollte in Indien das Wasser aus dem Hahn besser meiden. Also, um eine neue Flasche zu bekommen, wendet man sich an einen der boys.

Also, mache ich die Tür auf, schwupps, gucken die Inder natürlich sofort was los ist, absolut neugierig die Kerlchen, winke mit der leeren Flasche, bekomme ein Grinsen und ein Kopfwackeln, für ja, und harre der Dinge die da kommen mögen, der erste boy also winkt einem zweiten boy, der widerrum sagt dem Dritten Bescheid (mehr gibt es leider nicht zu unserer Belustigung), der Dritte verschwindet in einem Häuschen, kommt mit einer neuen Flasche und mit dem zweiten boy zu dem ersten boy, der schon vor meiner Tür steht, nun erbitten die drei ein Messer, um den Verschluss zu öffnen! Gemeinsam also, schrauben sie den Hahn der leeren Flasche ab, auf die neue Flasche drauf, während zwei damit beschäftigt sind, kommt einer zu mir in die Wohnung, nimmt den Ständer mit nach draussen, dort wird gemeinschaftlich die neue Flasche in den Ständer gestellt. Nun muss ja noch die Flasche samt Ständer wieder in meine Küche, das entpuppt sich als schwierig, schliesslich ist so eine Flasche samt Ständer ganz schön unhandlich, aber mit vereinten Kräften schaffen sie es schliesslich, hurra! Sicherlich wäre es einfacher gewesen, den Ständer in der Küche stehen zu lassen, aber was soll man da machen......Als ich Armin und Jens (Nachbar und Chef hier) die Geschichte am Abend erzählt habe, waren die Beiden schon sehr amüsiert, und meinten das entspreche der Arbeitsweise der meisten Inder. Na dann!?!?!?!!!

Gestern war dann der Air Condition Service da. Einer hat den Service gemacht, der andere hat dabei gestanden, und „gegurgelt“ (geredet), dann habe sie die Filter der AC ausgebaut, in unserer Dusche „gesäubert“, dabei das Badezimmer komplett ruiniert. So habe ich wenigsten auch wieder was zu tun.....Was noch? Eigentlich nichts mehr! Bisher sieht es noch so aus, als ob Armin es so gerade eben schaftt, seine Arbeit fertig zu stellen, um am 15. Sept. hier aufzuhören. Danach würden wir dann noch 2 Wochen Urlaub machen....abwarten!

Das war’s dann auch schon wieder!

Fühlt Euch herzlichst gegrüsst BINE

 

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